Lokschuppenfest in Treysa

Der Hessencourrier besucht das Lokschuppenfest in Treysa.

OSTSEEDAMPF 7

Begegnungen hatten wir viele….
Berliner S-Bahn in Klütz.

Groß-Diesel in Grevesmühlen.

Bahnsteig in Grevesmühlen.

Interregio der DB

Rotwild an der Strecke.

OSTSEEDAMPF 6

Im Bahnhof Grevesmühlen kam es dreimal zu einer Begegnung mit der 1898 gebauten Schweriner Lok 91 134, die am Wochenende zwischen Lübeck und Travemünde eingesetzt war. Deren Personal war von den Details der Lok HC5 sehr angetan. Die Turbospeisepumpe und die zentrale Achslagerschmierung fanden dabei besondere Beachtung. Auch wir waren von der hervorragend gepflegten 91er begeistert und vergaßen bei der interessanten Unterhaltung fast, noch ein paar Erinnerungsfotos zu schießen.

Ostseedampf 5

Zum abendlichen Betriebsende wurde der Dampfkessel auf Spitzendruck hochgeheizt, die Ölfeuerung abgestellt und die Lok in den Schuppen gefahren. Damit der Kessel nicht so schnell auskühlt, wurde der Schornstein mit einem Deckel verschlossen.


Am nächsten Morgen war der Kesseldruck noch ausreichend, um die Lok mit eigener Kraft aus dem Lokschuppen herauszufahren und den Ölbrenner zu zünden. Zum ersten Anheizen und für Notfälle stand außerdem ein Baukompressor bereit, denn der Ölbrenner kann auch mit Druckluft betrieben werden.

Während des Hochheizens wurde das Fahrwerk und die Luftpumpe abgeschmiert oder kleine Reparaturen erledigt.


Danach ging es über die kleine Drehscheibe vor das Bahnhofsgebäude, um mit Feuerwehrschläuchen an einem Hydranten Wasser zu nehmen.


Diese Wasserfüllung war ausreichend für die Strecke Klütz – Grevesmühlen und zurück.

Alle zwei Tage kam das Tankfahrzeug vom örtlichen Brennstoffhandel um die Lok mit leichtem Heizöl aufzutanken.

OSTSEEDAMPF 4


Die Zuggarnitur bestand aus der Lok HC 5 und zwei Plattformwagen die zuvor bei der Mindener Kreisbahn liefen. Die Lok mit ihren niedrigen Aufbauten, gemeinsam mit den Flachdächern der Personenwagen, ergaben eine gefällige Zuggarnitur.

Ein Wagen hatte eine Einrichtung mit Theke und Stehtischen und lief als Bistrowagen mit im Zug.


In der zweiten Woche stiegen die Fahrgastzahlen, deshalb wurde der Zug durch einen Schienenbus Beiwagen verstärkt.

OSTSEEDAMPF 3

Hinter Gostorf kreuzt die Strecke die mit Halbschranken gesicherte B 105.

Auf dem letzten Kilometer treffen wir auf die DB Strecke Lübeck – Bad Kleinen, die parallel in den Bahnhof führt.
Vor der Einfahrt in Gleis 1 des Bahnhofs Grevesmühlen werden zwei weitere, mit Schranken gesicherte Bahnübergänge überquert.

Das Umfahren des Zuges erfolgte meistens über Gleis 2, gelegentlich auch über Gleis 3. Hier halten auch Interregio und RegionalExpress Züge der DB. In Grevesmühlen waren jeweils 1 und 2 Stunden Aufenthalt, bevor es wieder zurück nach Klütz ging.

OSTSEEDAMPF 2


Die ersten Fahrten begleiteten der Oberste Betriebsleiter sowie der Geschäftsführer der KOE, denn zunächst mußten sich die HC-Personale auf der Strecke kundig machen. Die Züge fuhren täglich um 10.00 Uhr und 15.00 Uhr ab Klütz. Die Fahrt von Klütz nach Grevesmühlen dauerte etwa 45 Minuten und führte vorbei an endlosen Getreidefeldern und idyllischen Feuchtgebieten.

Hinter Klütz steigt die Strecke mit einer Neigung von 1:80 bis zur ersten Haltestelle Stellshagen kontinuierlich an (zum Erreichen des Bahnsteigs wäre hier ein Buschmesser sehr nützlich gewesen).

Nach wenigen Kilometern ist Reppenhagen erreicht, hier steht noch das ehemalige Bahnhofsgebäude, das heute als Wohnhaus genutzt wird. Die alten Gleisanlagen lassen sich nur noch erahnen.


Die Haltestelle Moor weist heute nur noch einen Bahnsteig auf, der seinen Kampf gegen die Vegetation auch verloren hat.


Vom nächsten Haltepunkt in Gostorf wird der Zug mittels Funktelefon beim Fahrdienstleiter in Grevesmühlen angemeldet.

OSTSEEDAMPF 1

Eine Vermietung führte die Lok HC 5 des Hessencourrier an die Ostsee, genauer gesagt in den „Klützer Winkel“. Hier stand sie vom 18. Juli bis 2. August 1998 bei der Klützer Ostsee Eisenbahn GmbH (KOE) im Dienst. Die 15,3 Kilometer lange Strecke von Grevesmühlen nach Klütz wurde 1905 in Betrieb genommen. Der Volksmund nannte die Bahn liebevoll “Klützer Kaffeebrenner“. Der letzte Zug fuhr 1995, zwei Jahre später übernahm die KOE die Strecke von der Deutschen Bahn. Im selben Jahr wurde gemeinsam mit Eisenbahnfreunden und dem Amt Klütz auch der regelmäßige Personenverkehr aufgenommen. Nachdem sich die Eisenbahnfreunde und das Amt Klütz zurückzogen, hat die KOE nur noch einen Gesellschafter.
Der Transport der Hessencourrier Dampflok erfolgte auf einem Straßenroller. Im Anschluß Kassel – Magazinhof wurde sie aufgeladen, von hier ging es in zwei Nächten über Hamburg und Schwerin zum Bahnhof Klütz.

Da die KOE nur über 3 Mitarbeiter/innen verfügt, kam während den 16 Tagen ausschließlich HESSENCOURRIER Personal auf der Lok zum Einsatz. Dieses traf am 17.7. in Klütz ein und begann sofort mit dem Aufrüsten und Anheizen der Lok. Nach Erkundung der örtliche Infrastruktur, fanden die ersten Rangierarbeiten im Bahnhof statt. Aus dem einständigen Lokschuppen mußte die defekte Diesellok V 16 heraus rangiert werden. Die Zufahrt erfolgte über eine kleine handbetriebene Segmentdrehscheibe, die am Streckenende – anstelle von Weichen – die Bahnhofsgleise verbindet.

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